Freitag, 30. April 2010

Unser Maitänzchen...


...haben Kanji und ich in einem Wust aus Papierschnipseln, Lieblingsstift, Schere und natürlich meinem hoch geschätzten Mac verbracht. Warum? Ja, warum... weil ich immer alles auf den letzten Drücker machen muss!
Hintergrund ist ein Bannerwettbewerb, den Les Mads vor ca. 1 Woche gestartet haben. Einsendeschluss heute. Punkt 0 Uhr. Ich fand die Idee wirklich Klasse. Nur leider war mal wieder soviel Saus und Braus, dass ich es tatsächlich erst kurz vor Toresschluss (um 23:57) noch geschafft habe mein Werk hochzuladen. Naja, wer mich kennt wird jetzt wenig überrascht schauen. Nun gut, es ist alles etwas zufällig und intuitiv entstanden, ein Schlückchen Maibowle war auch im Spiel, kurz, hier das Ergebnis:


Ich hoffe er trifft den Charakter meines Blogs ganz gut. Das dürft ihr entscheiden. Zu meinem derzeitigen Zustand passt er... Wollte heute eigentlich noch los, aber wenn ich das Kätzchen so friedlich schlummern sehe...(-__-) Morgen ist auch noch ein Tag bzw. eine Nacht.

Ich hoffe ihr habt schön in den Mai gefeiert und wünsche euch ein tolles Wochenende!

Donnerstag, 29. April 2010

Nein, ich trage heute keine Stützstrümpfe!



















Abbey Lee by Diana Scheunemann / Elle UK 2010 by Diana Scheunemann / Natasha Poly Vogue Paris / Ashley Smith Elle US (fashionising.com)



Mittwoch, 28. April 2010

Chancen verpasst bis der Glanz verblasst

Emanuel Ungaro war einer der Erfinder des gekonnten Mustermix
(Vogue 1984 by Peter Lindberg
)

Erinnert sich noch jemand an Ungaro? Ich meine UNGARO – unter Emanuel Ungaro... dieses erfolgreiche Modehaus, das unter seinem Talent zu einem der bekanntesten der Welt heranwuchs? Was bis heute davon bleibt, ist leider wenig berühmt und hat noch weniger mit dem Geist und der Kreativität des Gründers zu tun. Es widerspricht eher der Einstellung, die er zu seinem Schaffen hat. Hoffentlich hat er 2004 einen dicken Schlussstrich – nein Balken, beim Verlassen des Unternehmens gezogen, sonst würde ihn das, was in der letzten Zeit geschah, sicher sehr verärgern. Partyschnapsnase und Schlabberlook-Lindsey-Lohan wurde herbeigebeten, um die kränkelnden Umsatzzahlen des Hauses wieder etwas „higher“ zu pushen. Was zum Donner sollte das? Sich dermaßen der Lächerlichkeit preiszugeben.

Im Uhrzeigersinn: Emanuel Ungaro in seinem Atelier in Paris / Penelope Tree by Richard Avedo, Vogue 1968 mit Maske von Ungaro designter Maske / Sasha, The Sunday Times 1969 / Arthur Elgort, Vogue France 1982 (detail) / Claus Wickrath, Femme 1987

Ein peinlicher Einstieg für Estrella Archs, die die Leitung der Damenlinie von dem noch hastig flüchtenden Esteban Cortazar übernahm. Keines der Attribute, die ich mit der dauerdichten Leggings-Lindsey verknüpfe passt zu Ungaro, wie ich es einmal kennenlernte. Ein Modehaus, das Frauen vom Kaliber Catherine Deneuve, Anouk Aimèe, Jackie Kennedy, Lauren Bacall einkleidete. Provokativ und frei ja, aber eben nicht vulgär. Sehr deutlich trug dieser Schachzug die Handschrift „findiger“ Finanzhyänen. Das Unternehmen ist schon seit langer Zeit in der Hand von Investoren, doch hatte Emanuel Ungaro trotzdem stets die Entscheidungskraft nach eigenen Maßstäben zu arbeiten und Mode nach seiner Vorstellung zu schaffen. Die Profitgier seiner Geldgeber langweilte ihn eher.

Roland Bianchini, L'Officiel 1969 / Peter Knapp 1969

Jetzt hat das Haus irgendwie den Charakter eines fahrenden Zirkus bekommen. Giambattista Valli, Vincent Darré, Peter Dundas, Esteban Cortazar und Estrella Archs mit freundlicher Unterstützung der geballten Klatschspalten-Kompetenz. Und das in nur gut 5 Jahren. Nachdem nun auch letzteres Duo über die Planken geschickt wurde, nachdem es nicht gerade mit Lob balsamiert wurde – surprise,surprise – herrscht nun Spannung, wer wohl als nächstes auf`s Drahtseil darf. Seit ein paar Tagen wird berichtet, dass der britische Designer Giles Deacon auserkoren wurde. Sollte das tatsächlich passieren, freue ich mich sehr und bin gespannt. Definitiv ist er eine gute Voraussetzung, dass es mit Ungaro endlich wieder aufwärts geht und die nächsten Kollektionen an die vergangene Raffinesse anknüpfen. Es sei denn, Lil`Kim wird aus irgendeiner Ecke als die nächste Queen of Style rausgekramt.

Peter Lindberg, Vogue 1984 / Frank Horvat, Vogue France 1978 / Deborah Turbeville, Vogue 1985

Verona Pooth und Amy Winehouse sind ja zum Glück durch ihre Verpflichtungen bei KiK bzw. Fred Perry schonmal raus.

(Alle Bilderaus dem Band "Emanuel Ungaro" von Leonardo Arte)

Wo bleibt nur der Aufräum-Man? Help!

Der Flohmarkt ist erfogreich geschafft - die Folgen leider noch nicht ganz.

Montag, 26. April 2010

KlickKlickKlickKlick - Kamera vs. Computermaus

GNTM hab' ich mir letzten Donnerstag geschenkt. Einmal hat gereicht um mich zu überzeugen... NOT! Das Bedürfnis an mangelhaften und stumpfen Modelposen konnte ich an diesem Fundstück stillen. Der "Guide" erschien vor ein paar Jahren in einer Ausgabe des Magazins "Sassy". Mein Favorit ist "The Garfield in the car window".

(via iheartthreadbared)

Und wenn es mal gar nicht so hinhauen will mit dem Posing, dann gibt es immer noch das gute alte Photoshop mit dem man seinen Holzkopf auf einen Traumkörper nach Wahl kopieren kann. So wie jetzt gesehen bei der neuen Kampagne von Kimmora Lee Simmons für ihr "Dare me" Parfum. Erinnert sehr an das Cover der Vogue Paris im März 2005 mit Daria Werbowy. Oder soll das etwa reiner Zufall sein? Ja genau...
Diese Methode scheint sich einzubürgern, wenn man mal an den Fall mit Demi Moore auf dem Cover der W zurückdenkt.


Sehr schön auch, dass direkt neben ihrem rechten Bein das "TO BE ME" platziert wurde.
Echt lahm... Warum kreieren sie denn nicht einfach ein paar makellose Avatare in 101 perfekten Posen? Am besten gleich zum runterladen, damit jeder frei nach Belieben seine Visage einbauen kann. Vielleicht auch direkt mit ein paar netten Hintergründen wie Eiffelturm, Sonnenuntergang unter Palmen, Kölner Dom oder Hofbräuhaus. Es wird immer schlimmer...

Samstag, 24. April 2010

Ich hau' hier ab jetzt auch in die Tasten


Seit gestern haben wir einen dritten Mitbewohner. Er heißt Kanji, 13 Wochen alt und ist ein Nicht-Schläfer. Fällt nur ab und zu mal mit geschlossenen Augen um. Der kleine Leisetreter mag lange Haare, alles was raschelt und Erkundungstrips. Wortspiele im Sinne von "Catwalk" findet er hingegen ziemlich flach.
Kanji hat sich vorgenommen überall kräftig mitzumischen, denn was ist schlimmer als Langeweile. Die Neugierde lässt sich wunderbar mit der angenehmen Wärme des Laptops verbinden. Und so schaut Kanji gerne auch mal durch das virtuelle Fenster in die Welt hinaus.

Donnerstag, 22. April 2010

Shop til you drop

Am Samstag schon Pläne? Ja? Macht nix. Davor ist bestimmt noch Zeit für diese netten kleinen Programmpunkte (achso - Voraussetzung ist natürlich die Wohnhaftigkeit in Hamburg - oder besonders große Flexibilität...)

Los geht's mit dem Schanzenflohmarkt. Schnäppchenprofis stehen mit den Hühnern auf (...oder stolpern gerade aus dem Übel&Gefährlich zurück ans Tageslicht...), um sich die besten Offerten zu sichern und bloß keine der vielen Raritäten vor dem Spürnäschen wegschnappen zu lassen. Wer es entspannter mag stärkt sich vor dem Feilschmarathon erstmal mit einem lecker frischen Frühstück im Cafe Klatsch in der Marktstraße. Schließlich geht's bis 15 Uhr.

Übrigens bin ich mit 3 Freundinnen dieses Mal auch vertreten und werde einige Schätze wohlfeil bieten. Hauptsächlich handelt es sich bei uns allen dabei natürlich um Artikel aus dem textilen Bereich. Also Münzbeutelchen eingepackt und kommt uns doch mal am Stand besuchen (siehe Pfeil).


Nachdem ihr die Vergangenheit durchwuselt habt, geht's gleich ein paar Schritte weiter in die modische Zukunft. Beim Früh(jahrs)shoppen im Goldfischglas in der Bartelsstraße.
Stoffsüchtig präsentiert Labels wie

Hypnosis Berlin, F.Rau Berlin, Lotta Heart, Powder, Franzius, Esther Perbandt, Mio Animo, Johnny Love, Sisi Mizi, Thatchers, Partyadel , Hannibal, Junk de Luxe, Von Gestern, Milla Miyahara, Philip Klar, Alles aus Liebe und viele mehr.

Highlight ist die Modenschau um 17.00 Uhr und das alles bei erfrischenden Drinks für schlappe 400 Cent.



Also ich hoffe man sieht sich und wünsche ein wunderschönes Wochenende allerseits !

Bitte nehmen Sie doch Platz!

Natalia Vodianova by Paolo Roversi
"The Seated Beauty" | Vogue China Mai 2010
(via: hiddengarments.cn)

Ja, Ja, Ja, Ja und Ja. Fünfmal wunderschön und ganz selbstverständlich. Die meiste Zeit unseres Tages verbringen wir damit zu sitzen. Wie ich jetzt finde, eine Haltung, die oft unterschätzt wird. Haltung! Denn manchmal reicht ein einfacher Stuhl, um sich verdammt nobel zu positionieren. Jedenfalls wenn man Natalia Vodianova heißt.

Es gibt nämlich auch so Fälle... da geht's voll in die Binsen (
*ierks*) :

Christina Aguilera... in fragwürdiger Positur.
(via: befuddle.co.uk)

Mittwoch, 21. April 2010

"Stroh - günstig abzugeben"

Links Glamour Hungary Mai mit Eniko Mihalik und Rechts Vogue Nippon März mit Anja Rubik
(Bilder: fashiongonerouge)


Hat Chanel das Stroh der Frühjahr/Sommer Show günstig verschachert, oder warum kommt hier schon das nächste "Unschuld vom Land Editorial"? Gleiches Set, gleiches Lämmchen, wieder alles in Weiß - einziger Unterschied: Grauschleier statt Strahlewetter und etwas mehr Unschuld. Eniko Mihalik hat für die Mai Ausgabe der Glamour Ungarn sozusagen bei Anja Rubik abgeklatscht, denn die räkelte sich schon im März in der Vogue Nippon auf dem Ballenstapel.


Entweder war die Chanel Show wirklich so ein einschneidendes Erlebnis für die Redakteuere - oder hier hat jemand "copy-paste" gemacht. Welches gefällt euch mehr? Also ich bin der Meinung die Vogue Nippon hat's weitaus besser hinbekommen.

(via: style.com)

Dienstag, 20. April 2010

Zwo, Eins, Risikooo...

Die Chefredakteurin der Vogue Paris, Carine Roitfeld, im Dolce&Gabbana Kleid bei der Vernissage Martus Maw, der Victoria's Secret Show und der Store Eröffnung von Ralph Lauren
(via: mrnewton, mahalofashion, coutoroure)

...mmmh, nö lieber doch nicht. Warum auch. Sitz, passt, wackelt (nicht) und Luft hat's auch jede Menge. Warum sollte nicht auch eine Stilikone ihren Lieblingslook der Saison haben. Jedes Teil nur einmal tragen ist sowieso nicht sehr "recession" chic. Genug "Riskikooo" haben wir hier außerdem schon allein aufgrund des knappen Stöffchens. Zum Glück aber an einer, die es auch tragen kann.

Das erste Mal konnte ich Carine Roitfeld in dem Ensemble Cape mit Dolce&Gabbanna Spitzenkleid und Schnürstiefeln von Louboutin noch persönlich bewundern. Sie trug es bei einer Kunstvernissage, die ihr Sohn Vladimir in New York organisiert hatte. Damals war ich nicht so wirklich überzeugt. Zu tief saß noch die Reizüberflutung der Hundertschaften an Lady Gagas die einen an Halloween umzingelten. Ebenfalls in New York erschien sie dann in nicht exakt demselben, aber einem sehr ähnlichen Kleid, zur Victoria`s Secret Fashion Show. Wie man sieht, passend zur Veranstaltung, unten drunter auch gleich noch etwas offenherziger. Circa 4 Monate später hat es die Kombo dann über den Atlantik nach Paris geschafft. Anlass war vergangene Woche die Store Eröffnung von Ralph Lauren in Paris. Also eigentlich doch wieder "Exil"-Amerika. Dieses Mal (der Frühling sendet bereits seine Vorboten) trug sie ein leichtes Seiden-Cape.
So - das war genug. Ich bin überzeugt.

Dann ist mir vorhin was witziges eingefallen (das ist nun wirklich reiner Zufall!): Vergangene Woche wurde ich hier in Hamburg im Karolinenviertel von zwei Streetstyle Bloggern angesprochen, die mein Outfit fotografieren wollten. Der Blog befindet sich noch im Aufbau, daher kann ich euch das Bild nicht zeigen, habe aber eigene gemacht (bzw. Janos).
Mein Spitzenkleid ist von Fred Perry. Ich bekam es zum Geburtstag von einer ganz lieben Freundin. Das "Schrecken-der-die-Nacht-durchflattert"-Cape hat meine Tante genäht. Da ich allerdings keine Stilikone bin, gibt es das ganze in der Alltagsversion mit H&M Longshirt drunter.

Spitzenkleid: Fred Perry / Cape: selbstgenäht / Schuhe: Topshop

Ich weiß, es versteckt sich schon wieder ein Hauch Disney in diesem Post. Das ist jetzt schon der Dritte... Ich verspreche jetzt ist erstmal Schluss. I'll try at least. Nur das noch, ok?

Giles Deacon trägt seine Mickey-Maus-Hut Version für die Disneyland Resort Kollektion.
Hier gibt's noch mehr zu sehen, u.a. von Daisy Lowe und Henry Holland.

(via: rraurl.com)


Sonntag, 18. April 2010

Neues aus Entenhausen

Nachdem aus München schon die Meldung kam, dass man eine eigene Fashion Week veranstalten werde, erklärt sich nun eine weitere Metropole zur Fashion Capital. Der Anblick eines Editorialfotos in der der Vogue Russia weckte vor ein paar Tagen schon Erinnerungen an die beschleiften Disney Heldinnen meiner Kindheit. Jetzt wird es allerdings ganz konkret.
Der deutsche Comiczeichner Ulrich Schröder hat für die Aprilausgabe der spanischen Elle die berühmtesten Designer dieser Tage nach Entenhausen geholt. Ich bin begeistert.



Quelle: viacomit.net

Hamburger Botschaft



Tilda Swinton auf dem Cover von Dare #4 mit einer Brille des Künstlers Dennis Loesch

Gestern fand die Release Party der neuen Ausgabe des Kunstmagazins DARE in der Hamburger Botschaft statt. DARE ist erst 2 Jahre alt und wird von einem jungen, innovativen Team mit Hauptsitz in Hamburg herausgegeben. Es steht also kein großer Verlag dahinter, sodass keinerlei kreative Einschränkungen oder Verpflichtungen den Inhalt beeinflussen. Mittelpunkt der nun 4. Edition ist das Thema surfaces. Hierzu werden Künstler verschiedener Bereiche, wie Musik, Theater, Möbeldesign, Fotografie, mit deren Arbeiten vorgestellt. Die Ausgabe ist also vollgepackt mit Inspirationen und Beiträgen vielseitiger Herkunft, was ich sehr spannend finde. Ich freue mich schon darauf mir in den kommenden Tagen die einzelnen Beiträge genauer anzusehen. Bislang hat es leider nur für ein "Überfliegen" gereicht. Nachfolgend eine kurze Preview. Im Hintergrund zu hören: "East End Boys" von Christian Naujoks, der für DARE interviewt wurde.




Wer sich für DARE interessiert kann sich HIER näher informieren oder den gut sortierten Buch- bzw. Zeitschriftenhandel aufsuchen. Zudem empfehle ich allen Hamburgern die Fortsetzung des Release Events heute Abend in der Hamburger Botschaft zu besuchen. Los geht es um 18 Uhr, geboten werden neben einem sehr interessanten Publikum, Künstlergespräche, Filmvorführungen, sowie eine Romanlesung.
Bilder vom gestrigen Event hat Anna von lachsbroetchen gemacht, die sie sicher bald auf ihrem Blog veröffentlichen wird.

Eins noch. Beim durchblättern bin ich auf den Blog der Hamburger Fotografin Robin Kranz gestoßen. Ich weiß das klingt jetzt flach, aber ich habe durch das Anschauen der Bilder so einen Hunger bekommen, dass "Nahrungsaufnahme" gleich nach "Post veröffentlichen" die nächste Amtshandlung sein wird. Wer derzeit unter Appetitlosigkeit leidet oder einfach Lust auf Weiterstöbern hat, sollte sich diese Bilder mal anschauen.

Freitag, 16. April 2010

Germany's next... jaja, whatever.


Zum ersten Mal in dieser Saison habe ich mich gestern aufgemacht um mir Germany's Next ToTOTOOOPmodel (ähem) anzusehen. Natürlich, wie sich das gehört, in einer netten Runde mit jeder Menge von all dem, was den Damen, die über die Bildröhre flimmerten versagt ist. Und nein, ich meine damit nicht nur tütenweise diversen Zuckerkram und Knabberspass, sondern interessante Unterhaltungen und Informationsaustausch über die wirklich wichtigen Dinge. Kurz - ich weiß nicht ganz wer da alles mitgestakst und gefiept hat, dafür aber bin ich nun bestens informiert über Allergietests, riesig unheimliche Spritzen, hautfreundliche Ernährung und Trennkost, Blackouts und KO-Tropfen, das nächste Wochenende, sowie die Flohmarktplanung für das übernächste.
Regarding all der diversen Kritiken derer Leute, die mit ernsthaften Absichten diese Staffel verfolgen, habe ich aber nicht viel verpasst. Die Einschaltquoten müssen echt mies sein. Oder war es nur in dieser Sendung, dass einem ständig knapp bedeckte Popos herangezoomt wurden? Die Ankündigung, "in der nächsten Sendung wird es dann richtig sexy..." erweckte den Eindruck, dass man nun nach fragwürdigen Zielgruppen schnappt.

Was ich zuerst mitbekam, war eine
verwunderliche Erscheinung ganz zu Anfang. Im Komplett-Leder-Look warf sich da ein Bühnenkünstler in Positur, der denke ich nicht nur über meinem Kopf ein Fragzeichen aufpoppen ließ. Und NEIN, bitte wieder ausatmen, ich bin ganz sicher nicht homophob - aber das war mir ein bisschen zu viel gay for pay. Ich fand den Typ ziemlich unauthentisch. Kein "real" Drama auf High-Heels wie bei "Brutze".


Das nächste, was mir signifikant ins Auge stach, war ein brennender Glaskasten, in dem eine Gestalt in der Position "Gewitterkuh auf Glatteis" feststeckte. Und das Make-up. Großraumdisco Bitterfeld at its Best. Wer hat den Mädchen das nur angetan. wwwhua. Echt fieß. Passend dazu hat dann auch noch dieser unsägliche Boris Entrup in einer kurz angeschlossenen "Werbesendung" sein Unwesen getrieben und einem Opfer sämtliche Schönheit aus dem Gesicht geschminkt. Darf er echt gar nicht mehr unter normalen Umständen bei der Sendung mitmachen? Muss Jade ihn mittlerweile schon "reinkaufen"? Mit Make-up Tipps? Da gibt es bei youtube hundertfach bessere.
Von einer "Jury" konnte auch nicht unbedingt die Rede sein. Neben den beiden Pappkameraden, von denen sich Heidi Klum flankieren lässt, hat nur der Gast-Fotograf Ravin mit ein paar geistreichen Sprüchen und seiner unkomplizierten, ehrlichen Art Sympathiepunkte gesammelt.

Achso. Diverses product placement gab es natürlich auch wieder. Aber das ist ja nichts Neues. Bin für sowas, ihr sicher auch, total empfänglich. Und so werde ich mich heute Abend in meinem neuen 1000 € Kleid von Hugo Saldi mit Reebok Easytones und pink-rotem Jade Maybelline Lidschatten in meinen schnittigen Suzuki Swift setzten und meine attraktiven, jungen Freunde mit einem angesagten Sony Ericsson Handy abtelefonieren. Puh.
Ganz kurz noch zu den Mädchen. Sie haben ja eigentlich gewusst, worauf sie sich einlassen. Doch gerade wenn man 17-18 ist, hat man in der Regel noch nicht ganz die Reife, dies tatsächlich abzuschätzen. Jedes Fettnäpfchen wird gnadenlos, inklusive dramatischer Hintergrundmusik ausgeschlachtet. Am Ende des Tages müssen sie dann zurück in die Schule, an den Arbeitsplatz - und alle haben das "Versagen" mitverfolgt. Ohje.

Alle Bilder: Bearbeitete Screenshots von Germany's Next Topmodel (ProSieben)

Dienstag, 13. April 2010

Become a Facebook Fan ♥

Du hast es geschafft Föhlix. Willst du jetzt mein Fan werden? Ich erklär's dir dann auch alles. Wenn du willst schriftlich. Das wär' so toll.........
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Sonntag, 11. April 2010

"Hellouu Darlin'..."

Collage aus Editorial by Tom Munro Vogue Russia April 2010

Na das wär' doch mal ein netter Empfang. Ich habe mich sofort in das Bild verliebt. Nur der Rest der Schleifenbande hatte noch gefehlt. Aber für solche Fälle gibt es Photoshop.
Eine besondere Ankunft wurde Naomi Campbell jetzt auch in ihrer Neuheimat Russland bereitet. Die komplette Ausgabe der Vogue Russia April dreht sich nur um Madame. Alle Editorials und Specials werden von Frau Campbell besetzt. Ist für sie auch sicher kein Problem gewesen. Persönlichkeit und Charakter hat sie schließlich gleich für 10. Und nicht nur das, sie hat auch im Hintergrund fleißig an den Strippen gezogen, und zwar als "Guest-Editor". Und ich vermute, dass dies in ihrem Fall kein Synonym für "Kamera-Kind" ist. Abgelichtet wurde sie von Angehörigen der fotografierenden Führungsschicht Steven Meisel, Matt Irvin, Solve Sundsbo, Tom Munro. Ein weiterer, sehr schöner Meilenstein ihrer Karriere. Ganz ohne kreischen und kratzen.

Samstag, 10. April 2010

"Bitte einmal Jalousien runter!"

 Eniko Mihalik by Derek Kettela / 25Magazine Spring 2010

In letzter Zeit sind ja wieder viele tolle Editorials entstanden, z.B. mit Linda Evangelista für die April Ausgabe von Harper's Bazaar Singapur oder Liu Wen & Kristina Krivomazova in der Zoo Spring 2010.
Ganz groß finde ich "Ghosts of Gustav Klimt" mit Eniko Mihalik im 25Magazine. Auch wenn es da kaum Klamotte zu sehen gibt. Doch im Vergleich zu den gefühlten achtzehnquadrizilliarden Nackteditorials die sich durch diversen Magazine wie ein nicht enden wollender Bandwurm ziehen, gibt es hier mal was anderes. Des Kaisers neue Kleider bilden Werke (vielmehr Bruchstücke davon) des Künstles Gustav Klimt. Sie wurden dem Model sozusagen im "Overhead-Projektor-Verfahren" auf die nackte Haut gestrahlt. Es sind wirklich eindrucksvolle, mystische Bilder entstanden. Hier das ganze Editorial.


Es ist zudem noch ein sehr hübsches "Making of Video" entstanden.


Samstag, 3. April 2010

Alex and the Copycats

Links: Alexander Wang - Freja Boots - 687,00$ (bei louisaviaroma.com) / Mitte: Next - ca. 50,00€   /Rechts: asos - ca. 63,00€

Die "Freja"-Stiefelette aus Alexander Wangs Kollektion Frühjar/Sommer 2010 ist ein echter Publikumserfolg. Und da dieses groß ist und über mehrere Einkommensschichten verteilt machen sich findige Massenproduzenten gleich ans Werk um die Schar der Trendschuh-Anhänger zu versorgen. Hier eine kleine Auswahl.
Der Name "Freja" kommt natürlich nicht von ungefähr. Der Schuh ist dem dänischen Model Freja Beha Erichsen gewidmet. Alexander Wang hat eine ganze Kollektion an "Model"-Schuhen herausgebracht, die so ziemlich alle derzeit gängigen Modelle abdeckt. Mehr dazu hier.